Initative Regenbogengemeinden in der ELKB

Sprache
Deutsch

IRELKB
Menschen, die auf Grund ihrer sexuellen Orientierung oder einer Variante der Geschlechtsenwicklung (z.B. Transsexualität / Intersexualität) nicht so sind, wie die Mehrheit der Bevölkerung, tun sich in vielen Kirchengemeinden und Dekanaten in Bayern schwer.

 

Die Initiative Regenbogengemeinden in der Evang.- Luth.- Kirche in Bayern (IRELKB) möchte ein Zeichen setzen, dass alle Menschen in der Kirche willkommen sind - sowohl als Teilnehmende wie als Mitarbeitende. Die IRELKB versteht sich als Basisbewegung, d.h. wir wollen von den Kirchengemeinden her Veränderungsprozesse anstoßen.

Daher lädt sie dazu ein, in den regionalen Kirchenvorständen über die Thematik zu diskutieren und das Dokument im Anhang nach Beratung zu beschließen und an die angegebene Mailadresse den Auszug aus dem Protokollbuch zu schicken. Wenn genügend Kirchengemeinden sich der Initiative angeschlossen haben, wird es einen Antrag an die Landessynode geben, in dem entsprechende Änderungen im Kirchenrecht angeregt werden.

Eines der Hauptanliegen der IRELKB ist die Abschaffung des §42a der Pfarrstellenbesetzungsordnung. Dieser Abschnitt im Kirchenrecht der ELKB verhindert eine Gleichberechtigung bei Bewerbungssituationen auf Pfarrstellen im Vergleich von Alleinstehenden, hetereosexuellen Paaren und gleichgeschlechtlichen Paaren, wenn diese in ein Pfarrhaus einziehen wollen bzw. müssen (auf Grund der Residenzpflicht und der vorhandenen Pfarrhäuser sind mehr als 80 Prozent aller Pfarrstellen von dieser Thematik betroffenen).

Die IRELKB hat als Vorbild die Initiative Regenbogen in der Württembergischen Landeskirche und etliches von dort übernommen bzw. im Blick auf die ELKB aktualisiert.

Zum Thema findet man hier einen Hintergrundartikel, als die Idee der IRELKB langsam reifte...

Update 7/2020: Eine Vorlage für einen Gemeindebriefartikel ist nun im Anhang als Word-DOCX oder PDF Datei veröffentlicht zum Download! Wie konkret sich die Frage nach der Akzeptanz von LGBT in Kirchengemeinden zeigen kann - oder auch nicht zeigt - sieht man hier in einem Film der ARD über Pfarrerin Elke Spörkel.

Update 11/2020: Einen wichtigen Artikel, wie Diskriminierung erfolgt (und indirekt deshalb zur Frage warum deshalb Initativen zur Gleichberechtigung wichtig sind) findet man hier.

 

 

 

Deutsch

Materialien

Sprache
Deutsch

Hier gibt es Materialien zum Download bzw. verlinkt

 
Deutsch

Ziele des Vereins

Sprache
Deutsch

Wir wollen im Blick auf Minderheiten (insbesondere LSBTTIQ) Bildungsprojekte fördern und in Kirche und Gesellschaft Vorurteile gegenüber LSBTTIQ abbauen. In Kurzfassung findet man unsere Ziele im Vereinsflyer dargestellt – aber hier dazu gerne mehr aus unserer Satzung, in der wir
folgende Ziele des Vereins beschlossen haben:
Die Förderung

1.) von Wissenschaft und Forschung (§ 52 Abs. 2 Nr. 1 AO).

  • Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch
    • Förderung von Tagungen, Kongressen, Arbeitskreissitzungen,
    • Förderung von Forschungsprojekten, soweit keine andere Finanzierung besteht,
    • Verwirklichung von Bildungszwecken für die benannten Personengruppen in der Präambel,
    • Kooperation mit Universitäten, Forschungseinrichtungen, gemeinnützigen Vereinen (z.B. Deutsche Gesellschaft für Health Consumer Ethik DGHCE e.V.), Stiftungen, Bibliotheken,
    • Verbreitung von Publikationen/Medien

2. von kirchlichen Zwecken (§ 54 AO). Das soll z.B. Gestalt gewinnen durch:

  • Planung und Durchführung von Gottesdiensten zur Erinnerung an ermordete Transsexuelle bzw. Menschenrechtsgottesdienste oder Gottesdienste mit Aufklärungscharakter;
  • Gottesdienste, Glaubenskurse und Seminare, die der Stärkung des Glaubens / Resilienz und der Förderung der Gemeinschaft dienen
  • Förderung von Kirchengemeinden (ökumenisch im Sinne der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen AcK), aus denen Vereinsmitglieder kommen, um durch Synergieeffekte auch dem Verein zu helfen (z.B. Kirchenkonzerte, die Akzeptanz und Vielfalt thematisieren;)
  • Vorträge in Kirchengemeinden, Erwachsenenbildungseinrichtungen,
  • Angebote von christlichen Freizeiten und Seelsorge für LSBTTIQ und für deren Angehörige
  • Vernetzung und Veröffentlichung einer Übersicht von Kirchengemeinden, die sich LSBTTIQ-freundlich positionieren.

3. von Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studierendenhilfe (§ 52 Abs. 2 Nr. 7 AO). Das soll Gestalt gewinnen durch 

  • Durchführung von Seminaren, um Gemeinschaft und Bildung zu fördern,
  • Übernahme von Reisekosten für Referent*innen,
  • Anschaffung von Fachbüchern über Minderheiten,
  • Übersetzung und ggf. Publikation von Fachbüchern, Zeitschriftenbeiträgen etc…
  • Übersetzung bedeutender Medien, die das Verständnis und die Akzeptanz von Minderheiten fördern.
  • Kooperation mit öffentlichen Bibliotheken, Industrie- und Handelskammern sowie Berufsverbänden und Verbreitung von Medien über diese Einrichtungen, die Akzeptanz und Wissen über Minderheiten fördern und/oder dazu beitragen können, dass Menschen bessere Chancen haben, in einen Beruf wieder einzusteigen.

4. von internationaler Gesinnung, Akzeptanz und Wertschätzung auf allen Gebieten der Kultur und des Völkerverständigungsgedankens (§ 52 Abs. 2 Nr. 13 AO)
Das wollen wir erreichen durch Verbreitung von gesprochenen oder geschriebenen Wortbeiträgen (Publikationen, Radio, TV-Beiträge) in anderen Sprachen, um über die Lebenssituation transsexueller Menschen weltweit aufzuklären (z.B.: Hassverbrechen und Morde an transsexuellen Menschen) bzw. die Situation zu verbessern.

5. Beratungsarbeit für queere Geflüchtete (in der Satzungserweiterung 2022 bei der Jahreshauptversammlung beschlossen) derzeit mit Schwerpunkt in Rheinland-Pfalz

 

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